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piqd025 Social Media: Es muss knallen

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Simon Hurtz, Journalist bei der Süddeutschen Zeitung, recherchiert in rechten Facebook-Gruppen. Er findet es elitär, wenn die “Netz-Avantgarde” sich über den “Pöbel” ärgert, der ihre Filterblasen zerstört. So einfach ist das nicht, sagt er.

Dennoch kann auch er sich der Wucht, die Hass und Rassismus im Netz entfalten, nicht komplett entziehen und macht, im Gegensatz zu früher, neue Dynamiken aus. In Social Media finden Unwissenheit und Populismus zueinander, und erreichen ein riesiges Publikum. Und das applaudiert. Teilt. Hetzt.

Keines der Klischees über diese Leute stimmt, sagt Simon, der in der Woche ein paar Stunden für dieses “Dirty Hobby” investiert. Weder seien diese Menschen dumm, noch alle ostdeutsch – vielmehr deckten sie alle gesellschaftlichen Bereiche ab. Wutbürger und Nazis? – nö, eher “normale” Menschen.

Was tun? “Ich glaube, dass guter Lokaljournalismus total wichtig ist”, sagt Simon und hofft, dass Journalist_innen in Zukunft wieder mehr vor Ort anzutreffen sind und mit den Leuten reden.

  Musik: Zava_instrumental_Obo-è!
by ZAVAPRODUZIONI
 
piqs und Hintergründe

Ein Kommentar

  1. Spannend der Hinweis am Schluss des Gesprächs auf die Bedeutung des Lokaljournalismus. Der ja oft einigermaßen belächelt wird, von wegen, die ziehen doch immer nur die ewig gleichen Texte aus der Schublade zu den ewig gleichen Ereignissen wie Maibaum-Aufstellen, Neujahrsansprache vom Bürgermeister usw.

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