“Weibliche Qualitäten”

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“Techno aus dem Mittelalter” hieß ein piq von Natalie Mayroth im Kanal “Feminismen”. Darin: Sexismus & männliche Dominanz in der Techno-Szene und ein DJ, der nicht will, dass “weibliche Qualitäten” verloren gehen.

Zeit, genau darüber zu sprechen!

Swinka (C) David Ulrich

Und zwar mit einer female DJ aus Berlin namens Swinka. Sie legt seit acht Jahren auf und kann bestätigen, dass es als Frau in dieser Szene nicht immer leicht ist. Sie muss sich besonders anstrengen, damit man ihre Leistung anerkennt – mehr, als die Jungs im Business.

Aber Obacht: diese Form von Sexismus gibt es nicht nur in der Techno-Szene. Sigrid Meuselbach ist Unternehmensberaterin und hat sich auf das Thema “Frauen in Führung” spezialisiert. In den Führungsetagen deutscher Unternehmen sieht es genauso aus, wie in der Techno-Szene: Jungs, die sich gegenseitig einladen und pushen und jammern, wenn die Frauen zu männlich werden…

Andererseits suggeriert man ihnen die ganze Zeit genau das: Das einzige Modell, das in unserer Gesellschaft erfolgversprechend ist, das ist das männliche Modell. Sei hart, beiße dich durch, sei rational und kümmere dich nicht um andere. Theresa Bäuerlein sieht darin eine Falle – für Frauen und Männer zugleich.

Eine Sorge, die von der New Yorker Psychiaterin Julie Holland geteilt wird. Bei ihr schlagen sie alle irgendwann auf: Frauen wie Männer, die ihre “weiblichen Qualitäten” unterdrücken, um ja groß Karriere machen zu können.

  Musik: Zava_instrumental_Obo-è! by ZAVAPRODUZIONI

 

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Produktion: Barbara Streidl
Musik: Swinka@Hammahalle@Sisyphos 22.07.2017 mit freundlicher Genehmigung von Swinka
Sprecherin: Katrin Rönicke
Overvoice: Barbara Streidl

2 Kommentare

  1. Unsere Wirtschaft muss weiblicher werden. Ganz anders. Das System erfüllt den Bedarf eines gnadenlosen Kapitaldarwinismus, unter dem sowohl Frauen und Männer gleichzeitig leiden.

    Wir brauchen eine Reduzierung der Stundenzeit, eine Enthierarchisierung, mehr Effizienz. Eine Wirtschaft für den Menschen.

    Die Digitalisierung stellt das Genderproblem in eine ganz neue Realität, denn es wird einfach viel weniger Jobs für alle geben. Sie ist aber auch ist eine große Chance für Frauen teilzuhaben an der Wirtschaft als Selbstständige und Unternehmerinnen, auch in Männermärkten. Dem Markt ist es ganz egal, ob der Mensch ein Mann oder eine Frau ist.

    Hier meine Zukunftsvision:
    http://www.meinwunderbarerberlinsalon.com/vision

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