Moritz

piqd WIRTSCHAFT #2
Staatsverschuldung

piqd WIRTSCHAFT #2

Staatsverschuldung

Apple Podcasts | Deezer | Google Podcasts | Spotify

piqd Wirtschaft ist unser neuer Podcast über die großen Fragen der Wirtschaft. Hier sprechen wir nicht direkt über tagesaktuelle Wirtschaftsnachrichten, sondern wollen dabei helfen, die großen Themen zu verstehen, die unsere Gesellschaft umtreiben.

Wir sind:

Georg Wallwitz, kuratiert im piqd-Kanal “Volk und Wirtschaft”, ist Inhaber einer Vermögensverwaltung und Autor zweier Bücher.

Moritz Orendt ist Marketing-Beauftragter bei piqd und interessiert an vielen Fragen der VWL und der Philosophie. Deswegen hat er dies einmal studiert.

In unserer zweiten Episode sprechen wir über Staatsverschuldung und versuchen Antworten auf verschiedene Fragen zu finden:

  1. Was fällt alles unter Staatsverschuldung?
  2. Wie hoch ist die Staatsverschuldung in Deutschland, runtergerechnet auf jeden Bürger?
  3. Wie nimmt ein Staat Schulden auf? Wie funktioniert das konkret?
  4. Welche Staaten haben wie hohe Schulden?
  5. Ist Staatsverschuldung ein modernes Phänomen oder gibt es das auch schon in der Antike?
  6. Was passiert, wenn ein Staat seine Schulden nicht mehr bezahlen kann?
  7. Gibt es Argumente für einen Staat, Schulden aufzunehmen?
  8. Was sind die Argumente dagegen?
  9. Gibt es einen Grad der Verschuldung, der noch vertretbar ist?

Wir haben die Folge schon im Dezember produziert und wollten sie gemeinsam mit der neuen Website veröffentlichen. Wie so oft braucht so ein Website-Relaunch länger als gedacht.

Posted by Moritz in piqd Wirtschaft, 2 comments

piqd THEMA #64
Klimakrise

piqd THEMA #64

Klimakrise

Apple Podcasts | Deezer | Google Podcasts | Spotify

Die Welt steckt im Jahr 2019 in einer veritablen Klimakrise. Doch noch ist es nicht zu spät, noch haben wir nach Schätzungen von Experten rund zehn Jahre Zeit, um zu reagieren. Aber wie? Was können wir tun, um das Klima zu schützen?

Der Klimawandel stellt uns aller Wahrscheinlichkeit nach vor die größte Aufgabe unserer Zeit. Denn wenn nicht bald die richtigen Schlüsse gezogen werden, steuert die Welt auf eine kaum mehr zu kontrollierende Klimakrise zu.

Mittlerweile reagieren zumindest Teile der Politik auf die Dringlichkeit der globalen Klimaveränderungen. Und so ist der Schutz des Klimas heute nicht mehr nur eine hoffnungsvolle Zukunftsvision, sondern selbst im alltäglichen Leben beobachtbar. Beispielsweise bei den Diesel-Fahrverboten in deutschen Städten, der Subventionierung von Elektromobilität oder beim viel diskutierten Ausstieg aus der Kohle.

Beim piqd-Salon in Berlin diskutiert Moderator Karsten Lemm mit Gästen darüber, ob und wie wir die Klimakrise bewältigen können. Hier könnt ihr euch die gesamte Diskussion anhören:

Welchen Einfluss haben wir?

Doch neben Politik und Wirtschaft ist auch jedes einzelne Glied der Gesellschaft gefordert. Nur wie können eigentlich Individuen auf den Klimawandel einwirken? Was können wir tun, damit das vom Weltklimarat empfohlene 1,5-Grad-Ziel eingehalten wird?

Genau das hat der freie Autor Karsten Lemm beim PIQD-Salon zum Thema Klimakrise seine Gäste gefragt. Mit dabei waren Prof. Dr. Sabine Fuss vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, Fabian Reetz von der Stiftung Neue Verantwortung, Danny Freymark, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (CDU) und Mona Freundt, die am Ecologic Institut für Energie- und Klimapolitik arbeitet.

Posted by Moritz in piqd THEMA, 1 comment

DEAR READER #6
„Wenn ein Buch kommt, dann muss eins weg“

Dear Reader #6

„Wenn ein Buch kommt, dann muss eins weg“

Apple Podcasts | Deezer | Google Podcasts | Spotify

Die Schriftstellerin und Journalistin Johanna Adorján schreibt auf Instagram über ihre Lieblingsbücher. Mascha Jacobs hat sie getroffen und mit ihr über das Bookstagramen, ihr Bücherregal und ihre liebsten Lektüren gesprochen.

Instagram zum Lesen

Johanna Adorján hat schon mehrere Bücher geschrieben und ist seit zwanzig Jahren als Journalistin aus den deutschen Feuilletons und Magazinen nicht wegzudenken. Sie hat einen tollen Instagramaccount, auf dem sie sehr konzise, lustige und immer im richtigen Ton verfasste kleine Buchkritiken schreibt. Klar, dass sie damit die perfekte Gesprächspartnerin für Mascha Jacobs Dear Reader ist.

Johanna Adorján

Johanna Adorján ist 1971 in Stockholm geboren und in München aufgewachsen. Sie ist mit Herzblut Kolumnistin – aber auch Autorin. Ihr Roman „Eine exklusive Liebe“ ist in 16 Sprachen übersetzt worden und bewegt die Menschen in zahlreichen Ländern. Adorján ist aber vor allem auch die Meisterin der Kleinen Form.

Überzeugen kann man sich davon zum Beispiel in ihren Kolumnen „Männer. Einer von Vielen“. Erst für die Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitunggeschrieben, haben sie es mittlerweile in ein Buch geschafft. Cato, Lothar, Oliver, Nihad, Ödön oder Will – ihnen allen und weiteren ist eine Kolumne gewidmet.

Auch auf Instagram schreibt Johanna Adorján pointiert und immer in einem guten Ton über ihre Lieblingsbücher. Viel Text auf Instagram, das ist so, als würde man Gifs per Telegramm verschicken, eben genau richtig falsch und sehr schön. Natürlich müssen Mascha Jacobs und Johanna Adorján auch im Gespräch für Dear Reader darüber sprechen. Außerdem Thema: Männer – und natürlich Bücher.

Posted by Moritz in Dear Reader, 0 comments

DEAR READER #5
„Es gibt Sätze, die verfolgen einen das ganze Leben“

Dear Reader #5

„Es gibt Sätze, die verfolgen einen das ganze Leben“

Apple Podcasts | Deezer | Google Podcasts | Spotify

Tom Kummer ist erst durch seine Interviews berühmt geworden. Und dann noch mehr, weil diese Interviews erfunden waren. Mascha Jacobs hat ihn getroffen. Wie denkt er heute über den Skandal?

Tom Kummer hat ein erfundenes Interview mit Charles Bronson kokett mit „Ein Sitzbad mit Zinnkraut hilft gegen die Tobsucht“ überschrieben. Er hat Courtney Love und Sharon Stone die immer gleichen Sätze in den Mund gelegt. Und er hat damit für einen der größeren Skandale im Journalismus gesorgt. Im Jahre 2000 war das. Heute ist der Skandal um die erfundenen Interviews aber so aktuell wie lange nicht mehr.

Tom Kummer

Tom Kummer, geboren 1961 in Bern, ist ein Schweizer Schriftsteller, der mit seinen erfundenen Interviews mit Hollywoodstars um die Jahrtausendwende einen Medienskandal auslöste. Er hat unter anderem „Good Morning, Los Angeles – Die tägliche Jagd nach der Wirklichkeit“ (dtv, 1996) und die Biografie „Blow Up“ (Blumenbar Verlag, 2007) geschrieben.

Im Frühjahr 2017 ist der autofiktionale Roman „Nina & Tom“ (Blumenbar Verlag) erschienen. Dieses Jahr erscheint er außerdem in der einstigen Wahlheimat Kummers, in den USA. Für den Bildband „LOS ANGELES“ von Christian Werner, der Anfang des Jahres im Korbinian Verlag erschienen ist, hat er exklusiv Interviews erfunden. Dieses Mal aber sind sie auch entsprechend gekennzeichnet.

Mascha Jacobs hat Tom Kummer getroffen. Wie er seine Texte kompiliert hat, welche magischen Techniken des Zufalls er benutzt hat. Warum er schriftliche Interviews erst für das Letzte und heute für eine interessante Kunstform hält. Darüber haben sie sich unterhalten. Tom Kummer erzählt, warum er neben Literaturkritiken eigentlich nur seine zehn Lieblingsbücher immer und immer wieder liest. Und er erzählt von der Melancholie von Los Angeles, „mit seinen verdammten Palmen”. Außerdem liest er aus Kathy Ackers “Harte Mädchen weinen nicht” vor.

Posted by Moritz in Dear Reader, 0 comments

piqd THEMA #63
Das Aus für den INF-Vertrag

piqd THEMA #63

Das Aus für den INF-Vertrag

Apple Podcasts | Deezer | Google Podcasts | Spotify

Mehr als 30 Jahre ist der INF-Vertrag ein Garant für Frieden und Sicherheit in Europa. Doch nun haben Russland und die USA das Abkommen aufgekündigt. Was bedeutet das für die Sicherheitslage in Deutschland? Und wie kann die Bundesrepublik auf einen neuen Friedensvertrag hinwirken?

Letzte Rettung INF-Vertrag

Am 8. Dezember 1987 atmete Europa auf. Denn US-Präsident Ronald Reagan und der Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion Michail Gorbatschow unterzeichneten in Washington den sogenannten INF-Vertrag – INF steht dabei für Intermediate Range Nuclear Forces, oder zu deutsch: nukleare Mittelstreckenraketen. Und genau deren Zerstörung und Abzug sah der Vertrag vor. "Der hatte eine ausgesprochene Friedenswirkung. Wir waren damals der Überzeugung, nun ist für die nächsten Jahrzehnte der Frieden gesichert", erzählt Erhard Eppler, SPD-Urgestein und Friedensaktivist.

Vertragsbrüche in Russland

Doch was ist seitdem passiert, dass der Vertrag nun ausläuft? Zum einen hat sich die weltpolitische Lage verändert. Während früher die USA und die UdSSR den Planeten unter sich aufteilten, streben heute mehr Länder nach Macht und Einfluss. So rüsten beispielsweise China, Pakistan oder der Iran auf. Auch mit Mittelstreckenraketen, deren Besitz der USA und Russland durch den INF-Vertrag verboten ist – eigentlich. Nun soll Russland schon seit Jahren vertragsbrüchig sein – offenbar seit 2008, wie die USA vermuten. 2014 haben sie dann Russland erstmals öffentlich beschuldigt, den Vertrag zu verletzen. "Schuld ist natürlich vor allen Dingen Russland, weil sie es nicht geschafft haben, die Staatengemeinschaft und vor allen Dingen die USA zu überzeugen, dass sie diesen Vertrag einhalten. Das wäre ja sicherlich möglich gewesen", ist Oliver Meier von der Stiftung Wissenschaft und Politik überzeugt.

Die Rolle Deutschlands

Deutschland war in den 80er-Jahren wie kein anderes Land von der Aufrüstung der Sowjetunion und der USA betroffen. Und auch heute kommt Deutschland eine besondere Rolle zu. Einmal als wichtigstes Land Mitteleuropas. Zum anderen als NATO-Mitglied mit Sitz im Weltsicherheitsrat. Doch welchen Einfluss kann Deutschland nehmen? Wie muss ein neuer Vertrag aussehen? Und warum ist die heutige Situation gefährlicher als in den 1980er-Jahren? Über diese Fragen hat detektor.fm-Moderatorin Isabel Woop mit dem SPD-Urgestein Erhard Eppler und Oliver Meier von der Stiftung Wissenschaft und Politik gesprochen. Aus dem aktuellen Bundestag kommen unter anderen Roderich Kiesewetter (CDU), Alexander Graf Lambsdorff (FDP) und Sevim Dagdelen (Linke) zu Wort.

Posted by Moritz in piqd THEMA

DEAR READER #4
„Meine Bibliothek ist ein Desaster“

Dear Reader #4

„Meine Bibliothek ist ein Desaster“

Apple Podcasts | Deezer | Google Podcasts | Spotify

Dieses Mal trifft Mascha Jacobs zwei Autorinnen: Anna Gien und Marlene Stark. Sie haben gemeinsam einen Roman verfasst: "M". Wie die Zusammenarbeit an diesem Text aussah und welche Bücher sie auf diesem Weg begleiteten, darüber haben sie sich unterhalten.

In einer Kritik des Debütromans von Anna Gien und Marlene Stark heißt es, dass es selten vorkomme, dass ein Roman erscheine, der voller Sexszenen stecke und den man nebenbei als Playlist benutzen könne. Und dass es ein guter Text sei.

Eine ziemlich treffende Beschreibung des erotischen Romans „M“, den die beiden Frauen gemeinsam geschrieben haben. Es ist ein sehr lustiges und drastisches Buch. Es geht um die Kunstszene und um weibliche Sexualität. Und ob diese überhaupt abseits pornografischer Klischees und männlicher Vorlagen existiert.

Anna Gien & Marlene Stark

Anna Gien schreibt als freie Autorin für verschiedene Magazine und Zeitschriften über Kunst, Popkultur und Körperpolitik. Sie ist Kolumnistin des Kunstmagazins Monopol. Marlene Stark ist bildende Künstlerin und DJ. Das Schreiben ist schon länger Teil ihrer künstlerischen Praxis. 

Wie schreibt man gemeinsam ein Buch? Und haben die Autorinnen währenddessen auch gleichzeitig zusammen Bücher gelesen? Über diese Fragen und über Schwanzwerdung, Plastikpimmel, Überidentifikationen, Feminismus, sexistische Männerphantasien und Gebrauchsanweisungen für Synthesizer hat Mascha Jacobs mit Anna Gien und Marlene Stark gesprochen.

Posted by Moritz in Dear Reader, 0 comments

DEAR READER #3
„Ich les‘ auch im Gehen auf der Straße“

Dear Reader #3

„Ich les‘ auch im Gehen auf der Straße“

Apple Podcasts | Deezer | Google Podcasts | Spotify

Für Dear Reader trifft Mascha Jacobs Autorinnen und Autoren. Sie spricht mit ihnen über die Bücher ihres Lebens, die Wege, auf denen Bücher zu ihnen finden, und wie das Gelesene sie verändert. Dieses Mal im Gespräch: Annett Gröschner.

In dieser Folge des Podcasts „Dear Reader – der Literatenfunk“ trifft die Redakteurin Mascha Jacobs auf Annett Gröschner. Die Autorin erzählt davon, wie das Aufwachsen zu DDR-Zeiten ihre Lesebiografie beeinflusst hat. Außerdem sagt sie uns, warum damals noch viel mehr gelesen wurde. Und sie verrät, wie man in der DDR an die Bücher gekommen ist, die schwer zugänglich oder sogar verboten waren.

Annett Gröschner

Annett Gröschner wurde 1964 in Madgeburg geboren. Heute ist sie Autorin, Performerin, Chronistin und Journalistin. Aber angefangen hat eigentlich alles mit einem Job als Ankleiderin am Theater ihrer Heimatstadt. Sie arbeitet oft und vor allem auch gerne zwischen den Künsten. Ihre Veröffentlichungen umfassen Sachbücher, Theaterstücke, Gedichte, Dokumentarliteratur und Romane.

Ihr selbst behagen diese Unterscheidungen, Gattungen und Genres allerdings nicht. Sie versteht sich eher als Grenzgängerin. Das zeigt sich auch in ihrem privaten Literaturgeschmack. Auch da setzt sie lieber auf Werke, die sich nicht ganz zuordnen lassen wollen.

Posted by Moritz in Dear Reader, 0 comments

DEAR READER #2
Wenn’s fliegt, ist’s gut

Dear Reader #2

„Wenn’s fliegt, ist’s gut“

Apple Podcasts | Deezer | Google Podcasts | Spotify

Für „Dear Reader" trifft Mascha Jacobs Autorinnen und Autoren. Sie spricht mit ihnen über die Bücher ihres Lebens, die Wege, auf denen Bücher zu ihnen finden und wie das Gelesene sie verändert. Dieses Mal im Gespräch: Takis Würger.

Mascha Jacobs trifft in dieser Folge von „Dear Reader“ den Spiegel-Redakteur und Bestseller-Autor Takis Würger. Sein zweiter Roman „Stella“ ist am 11. Januar brandneu im Hanser Verlag erschienen. Was er während seiner Arbeit an dem Roman gelesen hat, wieso er Bücher, die er richtig liebt, an die Wand schmeißt und warum für ihn das Lesen auch mit dem Besuch eines Stripclubs vergleichbar ist. Darüber plaudert er mit Mascha Jacobs im Podcast.

Takis Würger

Takis Würger ist nicht nur Schriftsteller, er ist außerdem auch Journalist. Das ist erst einmal gar nicht so ungewöhnlich, viele Journalisten bringen auch Bücher raus. Würger ist aber auch Boxer – das ist dann schon etwas ungewöhnlicher.

Er selbst versteht sich eher als Handwerker denn als Künstler und ist Kitsch und guter Unterhaltungsliteratur nicht abgeneigt. Takis Würger liest außerdem gerne vor: Im Podcast liest er Passagen aus seinen derzeitigen Lieblingsbüchern.

Welche das so sind, erfahrt ihr in unserer neuen und zweiten Folge von „Dear Reader“. Außerdem spricht Mascha Jacobs mit Takis Würger darüber, warum er kaum Bücher besitzt, obwohl er ständig welche kauft und wann sein Lesehunger aussetzt.

Posted by Moritz in Dear Reader, 0 comments

piqd THEMA #58
Ist der Energiemarkt reif für die Zukunft?

piqd THEMA #58

Ist der Energiemarkt reif für die Zukunft?

Apple Podcasts | Deezer | Google Podcasts | Spotify

Diese Woche war in Bonn wieder einmal große Klima-Konferenz und alle Medien berichteten, dass es schleppend voran geht. In dieser Folge wollen wir einen Blick auf die konkrete Umsetzung schauen: Die Energiewende. Wir haben ja in den letzten zehn, zwanzig Jahren sehr viele Bemühungen gesehen, die sogenannte Energiewende auch politisch mit Leben zu füllen. Da stellt sich nach all der Zeit einfach die Frage: Wo stehen wir jetzt und wo sollte die Reise hingehen?

Diese Frage diskutiere ich mit Nick Reimer, der diplomierter Energie- imd Umweltverfahrenstechniker, Wissenschaftsjournalist und Gründer von klimaretter.info ist. Auf piqd.de findet ihr ihn im Kanal “Klima und Wandel”. Er sagt: “Die Energiewende wurde erfunden, um einen CO2-freien Weg in die Zukunft zu finden.” Doch: Sie sei halbherzig und schlicht nicht zu Ende gedacht. Außerdem lenke die Frage nach dem Strommarkt regelmäßig davon ab, dass in den anderen Energiesektoren – Wärme, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft – die Fortschritte nicht vorhanden seien. Trotzdem könne der Strommarkt als gutes Beispiel gelten, wie man die Sache angehen müsste.

Urszula Papajak arbeitet bei der “Renewables Grid Initiative”. Die ist verantwortlich für den “Good Practice of the Year”-Award, ein Preis, der von der “Renewables Grid Initiative” zusammen mit der Europäischen Kommission verliehen wird. Es geht darum, ein Projekt auszuzeichnen, das an innovativen Lösungen arbeitet, um mehr erneuerbare Energien in das Energienetz einzuspeisen. Sie arbeitet also ganz konkret an Ideen und Innovationen – denn sie möchte nicht aufgeben, auch wenn sie zugibt, dass die Entwicklungen viel zu langsam gehen.

Der dritte in der Runde ist Ralph Diermann, ebenfalls piqer im Kanel “Klima und Wandel”und Energiejournalist, der unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online oder die NZZ schreibt. Für Ralph ist zwar auch klar, dass es zu langsam geht, aber er sieht auch Chancen, die von Nick angemahnte Beachtung der anderen Sektoren mit neuen Ideen zu wuppen. “Selektorenkopplung” lautet hier das Stichwort. Am Ende sind sich alle einig:

Solange wir nicht aus der Kohle aussteigen, haben die Erneuerbaren keine Chance. Doch wer behindert diesen Ausstieg? Und wie könnte man diese Blockade lockern?

—————
Redaktion, Moderation, Schnitt: Katrin Rönicke
Musikredaktion und Sound Design: Katrin Rönicke

Posted by Moritz in piqd THEMA

piqd THEMA #57
Wie sollte man mit der Türkei umgehen?

piqd THEMA #57

Wie sollte man mit der Türkei umgehen?

Apple Podcasts | Deezer | Google Podcasts | Spotify

Deniz Yücel bezeichnete in einem Interview, das er Maybrit Illner diese Woche gab, die Türkische Regierung als “Gangster”. Das stellt sich die Frage: Wie kann, wie soll Deutschland, wie kann Europa mit der Türkei umgehen? Wie geht man mit einem Land um, das politische Geiseln hält? Das die Presse- und Meinungsfreiheit abschafft und im eigenen Land, aber auch hier in Deutschland, unter der türkischstämmigen Bevölkerung, Angst und Misstrauen sät?

Der piqer Dmitrij Kapitelman hat einen Text der taz.gazete-Redakteurin Ebru Tasdemirherausgepiqt. Darin beschreibt diese, wie sie zu einer Pressereise in die Türkei eingeladen wurde und diese auch wahrnahm. In dieser Folge erzählt Ebru von genau dieser Reise und was sie dabei über die AKP, aber auch über die Menschen in der Türkei gelernt hat.

Sezin Oney ist Politikwissenschaftlerin und Journalistin und piqerin bei piqd.com. Sie kommt ursprünglich aus der Türkei, lebt und arbeitet jetzt aber in Istanbul und Budapest. Sie sieht in Erdogan einen klassisches Populisten – und damit kennt sie sich aus, denn ihre akademische Arbeit befasste sich schon vor zehn Jahren mit dem damals vor allem in Österreich auftretendem Phänomen des Populismus’. Sezin hofft, dass der Westen es irgendwie schafft, die Menschen in der Türkei, die sich noch immer nach Demokratie sehnen und der EU beitreten wollen, wieder eine Stimme und Hoffnung zu geben.

Hart mit dem Westen und der EU ins Gericht geht der Journalist und Blogger Yavuz Baydar, ebenfalls piqer auf piqd.com. Er sieht enorme Versäumnisse der EU und ein Versagen in der Appeasement-Politik, die gefahren wird. Statt wegzuschauen müssten harte Sanktionen gegen die Türkei an der Tagesordnung sein – wenn es nach ihm ginge. Und das nicht nur, weil in diesem einen Land ein populistischer Autokrat die Menschenrechte unterdrückt, sondern auch, weil die demokratischen westlichen Länder selbst mehr und mehr betroffen sind von einem sich ausbreitendem Populismus. Wir brauchen also eine Antwort darauf – nicht nur wegen der Türkei.

—————
Redaktion, Moderation, Schnitt: Katrin Rönicke
Musikredaktion und Sound Design: Katrin Rönicke

Posted by Moritz in piqd THEMA