28. April 2017
nach Katrin Rönicke
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piqd033 Echte Integration wäre: sich Freunde zu suchen, die anders sind

Alexandra Rojkov treibt die Frage um, wie Integration gelingen kann, wie sie wirklich aussieht. Ihre These: Echte Integration fängt dort an, wo man sich Freunde sucht, die anders sind, als man selbst. Und das haben die “Bio-Deutschen” bis 2015 kaum geschafft, weswegen Alexandra skeptisch ist, ob sie das nun schaffen. Sie ist selbst als Kontingent-Flüchtling nach Deutschland gekommen und hat festgestellt, dass die Deutschen vor allem jene Migranten als “gute Beispiele für gelungene Integration” ansehen, die sich mehr assimiliert, als integriert haben. Aber sie berichtet auch von Migranten, die keine Notwendigkeit darin sehen, Deutsch zu lernen – obwohl die Sprachbarriere zu überbrücken ein wichtiger Schritt für mehr Miteinander, anstelle von Neben- oder gar Gegeneinander wäre. Was tun? Keine einfache Frage – wir versuchen zumindest eine Annäherung. Wesentlich für das Gelingen ist Alexandras Meinung nach, dass die Beziehungen zwischen alten und neuen Deutschen auf Augenhöhe kommen.

28. Oktober 2016
nach Katrin Rönicke
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piqd007 Migration ist der Normalfall

Flüchtlingsforschung ist eine multidisziplinäre Sache: Urban Studies, alle Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften, Mediziner, Psychologen uvm. ziehen an einem Strang und bringen ihre Expertise ein. Dabei geht es immer auch um Konkrete Hilfe und Verbesserung der Situation. Olaf findet: „Eine Forschung, die sich nicht bemüht, Leiden zu vermindern, ist es eigentlich nicht wert, betrieben zu werden.“ Daher versuchen die Mitglieder des Netzwerks Flüchtlingsforschung auch, sich in öffentliche Debatten einzuschalten.

Die Forschung zeigt: Die Leute fliehen aufgrund der Situation an ihrem Wohnort, nicht, weil Einladungen von Bundeskanzlerinnen winken. Der Normalfall ist eigentlich, dass Leute versuchen, in ihrer Herkunftsregion einen sicheren Ort zu finden. Warum der Türkei-Deal in Europa nicht wirklich umsetzbar ist und warum wir nicht nach dem „australischen Modell“ verfahren können – diese und andere Fragen erörtert Olaf in der siebten Folge des piqd Podcasts.

2. September 2016
nach Katrin Rönicke
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piqd003 „Islamophobie ist nicht die hässliche Schwester von Islamkritik“

Nun also die Burka – der Argwohn gegenüber den muslimischen Menschen nimmt kein Ende und eine Debatte jagt die nächste: Europa 2016. Warum das Burka-Verbot für eine islamophobe Haltung steht, erklärt der Politik- und Islamwissenschaftler Fabian Köhler in dieser Folge des piqd Podcast.

Außerdem geht es um den neuen Politikstil, den wir bei sowohl bei Donald Trump, als auch bei Thomas de Maizière beochten können: Wo erfundene Zahlen, Lügen und Unterstellungen dazu dienen sollen, Stimmung zu machen und dadurch die Einführung härterer Asylgesetze durchzuwinken.

Wie aber könnte Flüchtlingspolitik stattdessen aussehen? Fabian Köhler hat da ein paar Ideen und zeigt, dass die Realpolitik in Deutschland weit, weit weg vom “Wir schaffen das” der Kanzlerin ist.