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Dear Reader #13

Ann Cotten über ihre Lieblingsbücher und Wissensproduktion

 

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Ann Cotten spricht mit Mascha Jacobs über ihre Lieblingsbücher und wie sie ihr Wissen und das Gelesene organisiert.

„Ich möchte meine Asche mit deiner vermischen“

In dieser Folge von Dear Reader steigen wir in den Kopf der Schriftstellerin Ann Cotten. So kam es Mascha Jacobs, die wie immer durch das Gespräch führt, zumindest bei den Vorbereitungen vor. Danach gefragt, ob sie auch derart obsessive Phasen der Begeisterung kennt, berichtet Ann Cotten von ihrer Verhältnismäßigkeitspanik. Was das genau ist, warum die Autorin Proportionen, die Exzesse des Denkens, Klarheit, Designfragen, Muster, Echos und das Mischen von Tönen aus verschiedenen Soziotopen schätzt, darum geht es in diesem Gespräch.

„Was machen wir eigentlich, wenn wir Literatur machen (machen im Sinne von Lesen und Schreiben, beides).“ Fragt Ann Cotten in ihrer Salzburger Stefan Zweig Poetikvorlesung „Was geht“. Um diese Frage kreist auch unser Gespräch. Denn die praktischen und poetologischen Fragen der Literaturproduktion sind immer auch mit dem Lesen verknüpft.

„Manchmal gibt es ein Bedürfnis zu schreiben, oft gibt es aber eher ein Jucken nach so einer Art geistigem Luxus oder Spaß. Man könnte etwas fassen, man könnte etwas gut verehren. Vielleicht so wie am Anfang von Liebesgeschichten. Da kitzelt etwas."

Wir sprechen über polnisches Gendering, Konkrete Poesie, Wien, Trinkkultur und Literatur, Strukturen, Schönheit, sinnleere Sätze und ihre Lieblingstexte.

Ann Cotten wurde 1982 in Iowa geboren und wuchs in Wien auf. Seit 2007 veröffentlicht sie die meisten ihrer Bücher im Suhrkamp Verlag, wo auch dieses Jahr „Lyophilia“, eine Sammlung von Erzählungen erschienen ist. Ihre Bücher sind wie Spaziergänge durch sehr unterschiedliche Themenfelder und literarische Formen: Essays, Gedichte, Romane und vor allem Texte, die sich zwischen den Gattungen bewegen. Sie sind theoretisch versiert und an der Schönheit der Sprache interessiert, aber wollen auf keinen Fall alles „in die Sprache der Gescheitheit“ übersetzen.

Posted by Mascha Jacobs

3 comments

Mitzi „Yakuza“ Mess

Bin ja Schönheitsakosmologe … Schöneberg? Irgendwie aber auch sehr Tempelhof.

Nicht die Liebe ists, nicht die Triebe sinds, es ist der Existenzdruck.

„Ja, ich glaub, also ich komm vom Schreiben her von der Mimesis. Also, das war die erste Entdeckung, dass man mit Sprache zeichnen kann, und man erkennt es wieder und kann irgendwie diesen Moment einfangen, durch Beschreibung. Das war halt das Geile am Schreiben und dass, ich glaub, das ist immer noch das, was einfach sinnlich Freude bereitet und gleichzeitig, glaube ich, dann mehr und mehr entdeckt die Schönheiten der Sprache oder der wilden grammatischen Konstruktionen so und diese Mechanik, die dann passiert, also, dass meine Gedanken gestaltet werden durch die Grammatik ….“

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