<p class="individual_name"> Annette Weisser hat ihren Debütroman auf Englisch geschrieben – unüblich! Warum hat sie das getan – und wovon handelt das Buch? Darüber spricht sie mit Mascha Jacobs in einer neuen Folge von „Dear Reader“. </p> <span class="idv-links"> <p class="idv-player-links"> <a href="https://itunes.apple.com/de/podcast/piqd-hintergrund-detektor-fm/id1238605774?mt=2">Apple Podcasts</a> | <a href="https://detektor.fm/serien/piqd">Deezer</a> | <a href="https://www.google.com/podcasts?feed=aHR0cHM6Ly9kZXRla3Rvci5mbS9mZWVkcy9waXFkLXBvZGNhc3QtbWFnYXppbi8%3D">Google Podcasts</a> | <a href="https://open.spotify.com/show/1xxa3mlTx1uJNiCyp0mjge">Spotify</a> </p> </span>

Dear Reader #18

„Bücher waren immer eine Flucht“ – Annette Weisser über ihren Krebs und die Verbindung zum Lesen

 

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Annette Weisser hat ihren Debütroman auf Englisch geschrieben – unüblich! Warum hat sie das getan – und wovon handelt das Buch? Darüber spricht sie mit Mascha Jacobs in einer neuen Folge von „Dear Reader“.

In dieser Folge spricht Mascha Jacobs mit der Künstlerin und Autorin Annette Weisser. Die bildende Künstlerin hat die letzten 14 Jahre in Los Angeles gelebt und dort am Art Center College in Pasadena gelehrt. Heute ist sie wieder zurück in Berlin.

Vom Krebs und seinen Metaphern

Ihr Debütroman „Mycelium“ ist im Herbst bei Semiotexte auf Englisch erschienen. Das titelgebende Myzelium, die feinen, fadenförmigen, meist unsichtbaren Zellgeflechte, dessen sichtbare Fruchtkörper Pilze sind, geben schon einen Hinweis auf die Form des Romans. Kurze Szenen, Fragmente, Gedanken, ethnografische Einblicke in den weiblichen Alltag. Zusammengehalten von einer Erzählerin, die gegen eine Brustkrebserkrankung kämpft. Es werden unterirdische Verbindungen zwischen ganz unterschiedlichen Arten der weiblichen Produktivität erkundet.

Weisser hatte selbst Brustkrebs, heute ist sie aber gesund. Ihre eigene Geschichte hat sie auch für ihren Roman inspiriert. Denn gerade, dass Krebs immer auch in Metaphern besprochen und gedacht wird, hat sie während ihrer Erkrankung selbst gestört. Welchen Einfluss hatte das auf ihren Roman?

Ich glaube, das ist wirklich was, das Frauen in die Literatur hineingetragen haben: die Möglichkeit, dass das Profane und das Heilige immer gleichzeitig nebeneinanderstehen. Dass man das eine ohne das andere nicht denken kann. – Annette Weisser

Darüber spricht sie mit Mascha Jacobs im Podcast „Dear Reader“ – und noch über vieles mehr: warum sie ihr Buch auf Englisch geschrieben hat, wie sie zum Lesen gekommen ist, was sie mit dem Lesen verbindet – und natürlich, was heute ihre Lieblingsbücher sind. Außerdem geht es um Sprachwechsel, Faschismus, Pilze, Mutterschaft, Schuld, Metaphern, Analogien, Tod, deutsche Geschichte, Komik, hohe Ideale, Selbstüberschätzung, Autofiktion, Widerstände, Alltag, Produktionsbedingungen, gesellschaftliche Normen, Matriarchat, Angst, Symptome, Chris Kraus, männliche Musen, gescheiterte Liebesgeschichten, Selbstermächtigung und Readymade-Sätze.

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