<p class="individual_name">Die Welt steckt im Jahr 2019 in einer veritablen Klimakrise. Doch noch ist es nicht zu spät, noch haben wir nach Schätzungen von Experten rund zehn Jahre Zeit, um zu reagieren. Aber wie? Was können wir tun, um das Klima zu schützen?</p> <span class="idv-links"> <p class="idv-player-links"><a href="https://itunes.apple.com/de/podcast/piqd-thema/id1139746861?mt=2">Apple Podcasts</a> | <a href="https://www.deezer.com/en/show/57421">Deezer</a> | <a href="https://www.google.com/podcasts?feed=aHR0cDovL2ZlZWRzLmRldGVrdG9yLmZtL3BpcWRfdGhlbWE%3D">Google Podcasts </a>| <a href="https://open.spotify.com/show/27EjJjMr3dDLK9MhxoCXgr">Spotify</a></p> </span>

piqd THEMA #64

Klimakrise

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Die Welt steckt im Jahr 2019 in einer veritablen Klimakrise. Doch noch ist es nicht zu spät, noch haben wir nach Schätzungen von Experten rund zehn Jahre Zeit, um zu reagieren. Aber wie? Was können wir tun, um das Klima zu schützen?

Der Klimawandel stellt uns aller Wahrscheinlichkeit nach vor die größte Aufgabe unserer Zeit. Denn wenn nicht bald die richtigen Schlüsse gezogen werden, steuert die Welt auf eine kaum mehr zu kontrollierende Klimakrise zu.

Mittlerweile reagieren zumindest Teile der Politik auf die Dringlichkeit der globalen Klimaveränderungen. Und so ist der Schutz des Klimas heute nicht mehr nur eine hoffnungsvolle Zukunftsvision, sondern selbst im alltäglichen Leben beobachtbar. Beispielsweise bei den Diesel-Fahrverboten in deutschen Städten, der Subventionierung von Elektromobilität oder beim viel diskutierten Ausstieg aus der Kohle.

Beim piqd-Salon in Berlin diskutiert Moderator Karsten Lemm mit Gästen darüber, ob und wie wir die Klimakrise bewältigen können. Hier könnt ihr euch die gesamte Diskussion anhören:

Welchen Einfluss haben wir?

Doch neben Politik und Wirtschaft ist auch jedes einzelne Glied der Gesellschaft gefordert. Nur wie können eigentlich Individuen auf den Klimawandel einwirken? Was können wir tun, damit das vom Weltklimarat empfohlene 1,5-Grad-Ziel eingehalten wird?

Genau das hat der freie Autor Karsten Lemm beim PIQD-Salon zum Thema Klimakrise seine Gäste gefragt. Mit dabei waren Prof. Dr. Sabine Fuss vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, Fabian Reetz von der Stiftung Neue Verantwortung, Danny Freymark, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (CDU) und Mona Freundt, die am Ecologic Institut für Energie- und Klimapolitik arbeitet.

1 comment

„Doch noch ist es nicht zu spät, noch haben wir nach Schätzungen von Experten rund zehn Jahre Zeit, um zu reagieren.“
Dieser Satz ist nicht gut.
1. „zu spät“ für was? Die Klimakrise ist kein Zug, der ohne einen abfährt, wenn man zu spät kommt. Sie ist eher eine ganze Reihe von Zügen, die ständig abfahren, und in denen man drinsitzt.
2. „zehn Jahre Zeit, um zu reagieren“ – ist direkt falsch. Wir müssen sofort reagieren, sofort uns auf einen entschlossenen Reduktionspfad begeben. Dieses Bild von den „zehn Jahren“ ist direkt schädlich.
Ich habe das starke Gefühl, dass wir in der Klimakommunikation Aussagen über Zeiträume und Budgets weglassen müssen; stattdessen sollten wir Aussagen über Reduktionsraten (1%, 2%, 3%, 5% pro Jahr) und deren wahrscheinliche Folgen kommunizieren. Wenn dies – dann das. Wir haben die Wahl. Und zwar als kontinuierliches Geschehen. Auch in 10, 20, 30 Jahren werden wir weiterhin die Wahl haben. Es ist eine kontinuierliche Anstrengung, die gefordert ist. Das muss rüberkommen. Ich denke an Churchills „Blood, sweat and tears“ – Rede: er kommunizierte klar: dies ist keine Sache, die mit einem Hau-Ruck erledigt werden kann.
Warum? Das Bild von Zeiträumen und Budgets ist binär – wir schaffen es oder nicht – implizierend „Wenn wir es nicht schaffen, können wir es auch gleich lassen.“ In Wirklichkeit ist das Klimageschehen unscharf, durch Wahrscheinlichkeitsverteilungen charakterisiert. Das heißt aber nicht, dass es beliebig ist. Es heißt aber, dass jede Reduktion zu jedem Zeitpunkt etwas nützt. Und dass es umso mehr nützt, je früher die Reduktion erfolgt.
Es gibt aber auch eine positive Seite: in einer Welt, die anscheinend jede Spiritualität, jede Tiefe vermissen lässt, in der das wesentlichste Problem die Qual der Wahl zwischen Autotypen zu sein scheint ist ein Element real notwendiger kollektiver Anstrengung getreten, ein Element, das den Sinn altruistischen Verhaltens vermitteln kann. Natürlich nicht unhinterfragt und unreflektiert. Aber hier ist eine wirkliche kollektive Aufgabe!

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