18. September 2018
von Max Rosch
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piqd Thema Spezial: Wie Medizin digital neu erfunden wird

Die Aufgabe von Ärzten war bisher, Krankheiten zu behandeln. Nun gibt es zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte die Chance, weit früher zu erkennen als bisher, ob im Körper etwas schief läuft: Sensoren in Fitnesstrackern, digitalen Armbanduhren wie der Apple Watch, aber auch in Blutdruckmessern, vernetzten Waagen und anderen Geräten erlauben es gesundheitsbewussten Menschen, ihren Körper ständig zu beobachten.

„Also die Studien, die es gibt zeigen zunehmend, dass die Chatbot-Anwendungen ungefähr so gut sind wie Ärzte und die ersten zeigen jetzt, die sind besser, spezialisiert auf ein Thema“ – Dr. Markus Müschenich

„Die Ärzte mit denen wir im Moment arbeiten, die haben vor allen Dingen erst Mal Interesse an neuer Technologie. […] Unsere Technologie ist nicht nur eine diagnostische Hilfe, sondern sie ist auch eine Kommunikationshilfe für den Arzt“ – Larissa Middendorf

Diese Entwicklung steht erst am Anfang, doch schon jetzt ist absehbar, dass sie unser Grundverständnis einer guten medizinischen Versorgung auf den Kopf stellen wird: Statt Krankheiten zu diagnostizieren, wenn es womöglich schon zu spät ist, werden Ärzte künftig versuchen, den Körper von vornherein gesund zu halten. Aus dem Helfer in der Not wird ein ständiger Begleiter und Berater, der mithilfe von Daten und Algorithmen alles im Blick behalten kann, um sofort zu eingreifen, wenn sich erste Symptome einer Krankheit abzeichnen.

„Die Charité hat unglaubliche Datenschätze und jetzt dieses Handwerkszeug auf diese Daten anzuwenden ist verleitend. Radiologie, also die Bildgebung allgemein, hat da sicherlich einen Vorreiterstatus […]. Da werden übrigens regelmäßig auch Ärzte geschlagen in ihrer diagnostischen Kompetenz“ – Tim Huse

10. Mai 2017
von Katrin Rönicke
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piqd035 re:publica 2017: Von AfD-Troll bis Zeppelinfetisch

“Wir dachten, das Netz wäre Information, dabei ist es Formation. Auch, was Geschichtsbilder angeht. Ob rechts, ob links, ob Fußballfan: Im Netz bilden sich geschlossene Geschichtsbilder, die wir betrachten und auflösen wollen.” Um diese Geschichtsbilder zu finden, haben sich Moritz und Charlotte tief in Facebook-Gruppen und Gutefrage-Foren eingewühlt. In ausgesuchten Beispielen zeigen sie, dass die geschichtliche Bildung, die im Netz zutage tritt, oft einiges zu Wünschen übrig lässt. Wie kann man jedoch damit umgehen?