Frauen

piqd HINTERGRUND #19
“Warum ist diese Branche so fucked up?”

piqd HINTERGRUND #19

“Warum ist diese Branche so fucked up?”

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Die Digitalisierung verändert alles, auch unsere Werbung. Immer noch gibt es zu wenige Frauen in der Tech-Branche. Und haben mittlerweile eigentlich alle verstanden, worum es bei Blockchain geht? Die Themen auf dem Zündfunk Netzkongress 2018 und im piqd HINTERGRUND.

Frauen in der Tech-Branche

In der IT-Branche herrscht seit Jahrzehnten ein Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen. Nicht nur das, Frauen werden teilweise systematisch benachteiligt und sexuell belästigt. Das war nicht immer so, wie Maria Fedorova im piqd Salon erzählt. Erst ein bei Tech-Unternehmen beliebter pseudowissenschaftlicher Einstellungstest machte die Branche in den 60er- und 70er-Jahren zum Männerclub. Das ändert sich langsam. Fedorova erwähnt viele aktuelle Beispiele.

"Frauen werden in der IT nicht nur vom offensichtlichen Sexismus und Belästigungen zurückgehalten, es gibt auch noch unterschwellige, aber genauso gefährliche Verhaltensmuster, die man auch nicht so gut ansprechen und erkennen kann." Maria Fedorova ist Zündfunk-Autorin und Frauenpower-Verfechterin. Spricht und schreibt über Feminismus, Popkultur und Politik.

Wie sieht Werbung in der Zukunft aus?

Die Digitalisierung hat Werbung grundlegend verändert: Die Ausspielkanäle, die Wahrnehmung, die Personalisierung. Gregor Schmalzried erklärt das Dilemma: Für Werbetreibende ist es einerseits leichter, zugeschnittene Zielgruppen zu erreichen, andererseits aber auch viel schwieriger, aus der Masse hervorzustechen. Die Nutzer profitieren von relevanteren Werbebotschaften, müssen dafür jedoch große Datenmengen preisgeben.

"Wäre Coca-Cola die erfolgreichste Getränkemarke der Welt geworden, wenn sie von Anfang an nur Werbung ausgespielt hätten an Leute, die dunkelfarbige Limonaden mögen? Vermutlich nicht." Gregor Schmalzried ist Tech-Experte für Zündfunk und den BR24, baut Memes für Puls und hostet den Podcast "Hier nur privat".

Eine kritische Betrachtung der Blockchain-Technologie

Kann das nicht auch eine Datenbank? Michael Seemann hinterfragt kritisch den Nutzen und die Relevanz der Blockchain. Für ihn eignet sich die Technologie nicht als Geld-Ersatz in Form von Krypto-Währungen wie Bitcoin. Sollte die Blockchain sich durchsetzen, befürchtet er ein Phänomen wie nach der Etablierung des Internets: ein Konzentrationsprozess, der zu Großkonzernen wie etwa Google führt, die dann eine Daten- und Machthoheit haben. Für ihn sind Bitcoin und die Blockchain in erster Linie Ideologien.

"Wenn du glaubst, dass das Problem deiner Lösung die Blockchain ist, dann hast du weder die Blockchain noch dein Problem verstanden." Michael Seemann ist Blogger, Kulturwissenschaftler, Autor und Netztheoretiker und empfiehlt regelmäßig guten Journalismus auf piqd.

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piqd HINTERGRUND #18
Der Brexit gefährdet den Frieden auf Irland

piqd HINTERGRUND #18

Der Brexit gefährdet den Frieden auf Irland

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Susanne Klingner, Till Ottlitz und Lukas Schepers erzählen ihre Geschichten hinter der Geschichte: In Folge #18 des piqd HINTERGRUND geht es um den Brexit in Irland, Frauen in der Wirtschaft und einem Rechercheprojekt in Griechenland.

Der EU-Austritt bricht in Irland alte Wunden auf

Zwei Jahre sind seit dem Referendum über den Austritt Großbritanniens und Nordirlands aus der EU vergangen. Für die Bewohner der beiden Irischen Staaten könnte der Brexit besonders gravierende Folgen haben. Die gemeinsame EU-Mitgliedschaft erlaubt seit 20 Jahren eine “weiche” Grenze. Sollten durch den Austritt der Nordiren Zollstellen oder gar Grenzkontrollen wieder alltäglich werden, stellt das einen erheblichen Eingriff in den irischen Frieden dar. An der irischen Grenze hat Till Ottlitz für seinen Beitrag recherchiert und legt anhand zahlreicher Gespräche dar, welche Faktoren den Frieden möglich machen.

Till Ottlitz arbeitet als Journalist für Bayern 2 und PULS.

nέοs kόsmοs – Ein tiefer Einblick in die griechische Gesamtsituation

Fünf Wochen lang fuhr Lukas Schepers mit den Fotografen Philipp Meuser und Kolja Warnecke durch Griechenland um ein einzigartiges Rechercheprojekt auf die Beine zu stellen. Das Team sammelte unzählige Stunden an Audio- und Videomaterial sowie tausende Bilder aus denen sie ein interaktives Journalismuserlebnis schufen.

"Mir kam es immer so vor, als würden die Leute, auf deren Schultern das [Spar- bzw. Rettungsprogramm] ausgetragen wird, komplett ignoriert werden." Lukas Schepers arbeitet als freier Autor und Journalist und ist Mitherausgeber des jungen Literaturmagazins „nous“.

Plan W: Emotionen am Arbeitsplatz

Plan W ist das Wirtschaftsmagazin der Süddeutschen Zeitung mit einem Fokus auf Frauen in der Wirtschaft und die Veränderungen, die sie anstoßen. Etwa wenn es um Emotionen im Job geht. Für Frauen galt lange “Du darfst nicht am Arbeitsplatz weinen”, sagt Susanne Klingner, die Plan W mitkonzipiert hat und den Podcast produziert. Emotionale Reaktionen werden bei Männern viel eher toleriert als bei Frauen. Dafür wäre es aber verpönt als Mann Schwäche zu zeigen. Jedoch findet ein Wandel statt, der “authentische Mensch” nehme eine stärkere Rolle in der Unternehmenskultur ein.

"Die Episode geht auch dem Phänomen nach, dass ein Unterschied gemacht wird zwischen weiblichen Emotionen und männlichen Emotionen." Susanne Klinger ist Journalistin, Podcasterin und Mit-Gründerin von Hauseins.fm. Außerdem produziert sie unter anderem den Plan W Podcast der Süddeutschen Zeitung.

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