1. September 2017
von Katrin Rönicke
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Immer nur Mutti!

“Kinder sind Schlafräuber – aber nicht für Väter” – so lautete der Titel eines piqs von Nils Pickert im Kanal „Liebe, Sex und wir“. Nils hatte am Equal Care Day, am ersten März, eine Studie gefunden, die zeigte, dass Mütter aufgrund ihrer Kinder zu wenig Schlaf bekommen – Väter aber nicht. Die Studie zeigte, dass Väter nach der Geburt eines Kindes in der Regel weder Schlaf, noch sonst irgendwas einbüßen. Wie kann das sein? Warum immer Mutti? Die Frage nach Mutti ist die Frage nach einem der am härtesten umkämpften Leitbilder in Deutschland.

Andrea Harmonika ist Bloggerin und Buchautorin. Schon seit Jahren werden auf Kosten der Mütter Klicks generiert, stellt sie fest. Sie seziert in ihrem viel beachtetem Blogtext “Deine Mudder” die Medienlandschaft von FAZ, taz, über Huffington Post bis Spiegel und deren Blick auf Mütter. Ein Erstes, was auffällt: Viele verwechseln die Begriffe „Mutter“ und „Eltern“.

Bei Nils Pickert ist das anders organisiert. Er hat vier Kinder und in seiner Familie geht die Mutter “Dachen jagen”, wie er sagt – also einer Erwerbsarbeit nach, er hingegen ist als Selbstständiger, der sich seine Zeit freier einteilen kann, der Hauptverantwortliche für die Kinder. Für ihn und seine Familie ist nichts selbstverständlicher – aber die Umwelt reagiert oft irritiert.

Barbara Vinken ist Professorin für vergleichende und französische Literaturwissenschaft an der Universität München und Autorin von Büchern über die Mutter und über Mode. Ihr Werk “Die Deutsche Mutter” betrachtet die Geschichte unseres heutigen Mutterbildes. Und diese beginnt in der Reformation, bei Luther. “Luthers Bestreben war es, die Familie zum neuen sakralen Raum zu machen”, berichtet Vinken.

10. Mai 2017
von Katrin Rönicke
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piqd035 re:publica 2017: Von AfD-Troll bis Zeppelinfetisch

“Wir dachten, das Netz wäre Information, dabei ist es Formation. Auch, was Geschichtsbilder angeht. Ob rechts, ob links, ob Fußballfan: Im Netz bilden sich geschlossene Geschichtsbilder, die wir betrachten und auflösen wollen.” Um diese Geschichtsbilder zu finden, haben sich Moritz und Charlotte tief in Facebook-Gruppen und Gutefrage-Foren eingewühlt. In ausgesuchten Beispielen zeigen sie, dass die geschichtliche Bildung, die im Netz zutage tritt, oft einiges zu Wünschen übrig lässt. Wie kann man jedoch damit umgehen?

5. Mai 2017
von Barbara Streidl
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piqd034 Michaela Maria Müller über Erinnerung

“Die Straße, die ich in meiner Schulzeit vier, fünf Jahre lang überquert habe, sie war sehr breit – dort waren die Gleise, die zum Konzentrationslager führten.” Mit ihrer Familie oder in der Dachauer Schule hat Michaela Müller darüber nicht viel gesprochen: Der Umgang mit Erinnerung ist schwierig, sagt sie.

Michaela Müller hat vor einigen Jahren auch eine Reise nach Somalia und das Nachbarland Somaliland gemacht: Über ihre Erfahrungen dort erzählt sie, von Bürokratie und den vielen Buchmessen, die auf dem afrikanischen Kontinent seit kurzem wie Pilze aus dem Boden schießen.

18. Februar 2017
von Katrin Rönicke
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piqd023 Vergleiche mit den 30er Jahren – was ist dran?

Hauke Friederichs kennt sich mit Geschichte aus. Auf piqd ist er zuständig für den Kanal Zeit und Geschichte. Im Podcast habe ich ihn einmal gefragt, was dran ist an den vielen Vergleichen zwischen Trumps USA und der Weimarer Republik.   … Weiterlesen