Gesellschaft

piqd HINTERGRUND #12 </br> Die Spur führt nach Russland

piqd HINTERGRUND #12
Die Spur führt nach Russland

piqd HINTERGRUND #12

Die Spur führ nach Russland

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Hacker im Regierungsnetz, Nazi-Rufe beim Länderspiel und norwegische Reporter, die gegen einen Kinderporno-Ring kämpfen. Unsere Themen im in der zwölften Folge von piqd HINTERGRUND.

Nazi-Rufe bei Länderspiel ohne rechtliche Konsequenzen

Im September 2017 gab es beim Fussball-Länderspiel zwischen Deutschland und Tschechien “Sieg Heil”- und andere Nazirufe. Die Empörung danach war groß. Die Spieler, Bundestrainer Löw, DFB-Offizielle und verschiedene Politiker verurteilten die Vorkommnisse.

"Wir sind auch nicht deren Nationalmannschaft und das sind auch nicht unsere Fans." – Joachim Löw, Fussball-Bundestrainer

„Was passiert jetzt?“, fragten sich danach Sammy Khamis und Niklas Schenk nach den Ankündigungen, es werde Strafverfahren geben. Mit Hilfe der Videoaufnahmen vom Spiel sollte gelingen, die Verantwortlichen zu identifizieren. Konsequenzen bisher? Keine. Keine guten Vorzeichen für die WM 2018 in Russland.

Hacker im Regierungsnetz – Die Spur weist nach Russland

Die Bundesregierung brachte im vergangenen Jahr ein Gesetz auf den Weg, das deutsche Institutionen vor Hacks schützen soll: Das IT-Sicherheitsgesetz. Im Februar kam dann heraus, dass das Regierungsnetz gehackt wurde. IT-Sicherheits-Experte Hakan Tanriverdi hat für die SZ über den Fall berichtet. “Der Finger zeigt nach Russland”, überschrieb er den Artikel. Zwar weisen Indizien auf eine bekannte russische Hackergruppe hin, stichhaltige Beweise zu finden, ist jedoch ein großes Problem. Die Recherche ist aufwendig, Informationen bekommt er oft nur bei persönlichen Treffen.

Norwegische Reporter und australische Polizisten zerstören Kinderporno-Netz

Eineinhalb Jahre haben die norwegischen Journalisten in die Recherche gesteckt, um die Menschen hinter einem Kinderpornografie-Netzwerk im Darknet zu finden. Ein erster Erfolg kam nach ein paar Monaten, als sie einen norwegischen Nutzer der Plattform ausfindig machen und der Polizei melden konnten. Er hatte mit dem Missbrauch eines Elfjährigen angegeben.

"It is really important, not to work on a project like this alone." – Håkon F. Høydal, Einar Otto Stangvik

Einar Stangvik, der vorher als IT-Experte arbeitete, konnte den Server des Netzwerks ausmachen. In Zusammenarbeit mit der australischen Serverfirma fanden die beiden Journalisten heraus, dass eine Spezialeinheit der australischen Polizei hinter der Seite steckte, um Opfer zu retten und Nutzer zur Rechenschaft zu ziehen. Das komplette Gespräch gibt es hier.

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piqd HINTERGRUND #10
Mann stirbt – und fünf Jahre lange merkt es keiner

piqd HINTERGRUND #10

Mann stirbt – und fünf Jahre lange merkt es keiner

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Eine konstruktive Debatte über Feminismus, Langeweile bei einer NATO-Übung und ein Extrembeispiel für Einsamkeit im Alter. Unsere Themen in der zehnten Folge piqd HINTERGRUND.

Growth-Hack Feminismus – Die Diskussion im piqd-Salon

Die Debatte um Feminismus, #MeToo und das Verhältnis der Geschlechter polarisiert. Warum ist das so? Und geht es auch konstruktiver? Diese Frage haben sich Antje Schrupp, Nils Pickert und Paula Irene Villa gemeinsam mit dem piqd-Chef Marcus von Jordan im piqd-Salon gestellt.

"Es betrifft uns alle persönlich und es ist deshalb eine intime Frage, wie ich zum Feminismus stehe. Deswegen sind die Diskussion auch nachvollziehbar erregter als zum Beispiel beim Thema Atomkraft." Antje Schrupp Bloggerin und Journalistin

Eine spannende Diskussion im neuen Live-Veranstaltungsformat von piqd.

15 Tage im Fake-Krieg in Bayern

Undercover an einer NATO-Übung in Bayern teilnehmen: Was zunächst aufregend klingt, entpuppt sich für einen Journalisten schnell als äußerst langweilige Mission. Für einen Tagessatz von knapp 90 Euro ist er für zwei Wochen von der Außenwelt abgeschnitten, als “Civilian on the Battlefield”.

"60 Menschen sitzen in einem Fake-Dorf mit Fake-Bierdosen in einem Fake-Café und warten auf einen Fake-Krieg, der nicht kommt. Das ist an Absurdität schwer zu überbieten." – Alexander Schnell

Das allerdings hat Schnell – übrigens ein Pseudonym – nicht davon abgehalten, trotzdem eine spannende Reportage über seine Erlebnisse zu schreiben. Im piqd-Hintergrund spricht er über die gähnende Langeweile und die Herausforderungen bei den Begegnungen mit den anderen Fake-Zivilisten, denen er nicht von seinem echten Leben erzählen konnte.

Einsamer Tod – Ein Extrembeispiel der Einsamkeit

Fünf Jahre lang liegt Herr D. unentdeckt in seiner Berliner Wohnung. Eigentlich eine undenkbare Situation. Und doch sterben in Deutschland viele Menschen so einsam, dass es wochen-, monate- oder gar jahrelang niemand bemerkt. Johannes Nichelmann wollte es genauer wissen: Warum hatte so lange Zeit niemand bemerkt, dass Herr D. gestorben war?

"Es sind Schicksale, die in sämtlichen westlichen Zivilisationen seit hunderten von Jahren tatsächlich regelmäßig passieren. Das ist kein Phänomen der Neuzeit." Johannes Nichelmann

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