18. August 2017
von Katrin Rönicke
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Die Zukunft des Journalismus

Die Untergangsszenarien in Sachen „guter alter Journalismus“ werden seit der Erfindung des Blogs rege diskutiert. Nahezu jeder hat irgendeine Meinung zu der Sache – aber wie sieht die Zukunft des Journalismus denn nun wirklich aus?

Inputgeber ist dieses Mal der piqer und Journalistentrainer Bernd Oswald. Er sieht den Journalismus nicht in einer Krise, sondern in einer Zeit, die nie so spannend war. Sein Tipp: Die Entwicklung umarmen und mehr auf Storytelling und neue Formate setzen. Die Frage, wie mit journalistischen Angeboten Geld verdient werden soll, nennt er dabei die “Masterfrage”.

Marlies Prinzing lehrt Journalismus an der Hochschule Makromedie in Köln. Für sie ist sind es die Professionalität und das Handwerk, die den Journalismus zu einer Stütze der Demokratie machen. Sie findet, dass Journalistinnen und Journalisten vor allem durch die Professionalität immer ihre Legitimität erhalten können – und damit auch ihren Job.

Nicht ganz so optimistisch ist Paul Nemitz. Er arbeitet für die Europäische Kommission und sein Hauptaugenmerk liegt auf den Grundrechten. Dass Apple, Google und Facebook versuchen, Marktführer oder gar Oligopole in Sachen Nachrichten zu werden, bereitet ihm einige Sorgen.

Vom European Journalism Center in Maastricht kommt Wilfried Ruetten, der inzwischen in Rente ist, der aber mit viel Leidenschaft in die Debatte geht. Dass sich der Journalismus nach dem alten Modell vor allem durch Werbung finanziert hat, fand er ohnehin falsch. Stattdessen setzt er auf Leserfinanzierung und öffentliche Unterstützung – warum geben ARD und ZDF nicht mal was ab?

Der letzte in der Runde, Christoph Becker, vertritt unter anderem genau diese Öffentlich-Rechtlichen, denn er sitzt im Fernsehrat des ZDFs. Gleichzeitig kommt er aus der Musikbranche, die schon vor Jahren die disruptiven Effekte der neuen Technologie hart zu spüren bekam – für ihn dreht sich alles um Relevanz und Legitimation, auch für die Öffentlich-Rechtlichen.

24. März 2017
von Barbara Streidl
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piqd028 Gesundheitssprechstunde mit Annette Kerckhoff

Jahrelang selbst Medizinredakteurin, kennt Annette sich mit aktuellen Trends und Ideen aus. Im Gespräch geht es um die heilende Wirkung von Musik, aber auch darum, wie alternative Heilmethoden überhaupt zu verstehen sind. Sie wünscht sich, dass Ratgeber Probleme nicht untern Tisch kehren oder verharmlosen und macht sich Gedanken über die Fettleibigkeit von Kindern.

3. März 2017
von Katrin Rönicke
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piqd025 Social Media: Es muss knallen

Dennoch kann auch er sich der Wucht, die Hass und Rassismus im Netz entfalten, nicht komplett entziehen und macht, im Gegensatz zu früher, neue Dynamiken aus. In Social Media finden Unwissenheit und Populismus zueinander, und erreichen ein riesiges Publikum. Und das applaudiert. Teilt. Hetzt.

Keines der Klischees über diese Leute stimmt, sagt Simon, der in der Woche ein paar Stunden für dieses “Dirty Hobby” investiert. Weder seien diese Menschen dumm, noch alle ostdeutsch – vielmehr deckten sie alle gesellschaftlichen Bereiche ab. Wutbürger und Nazis? – nö, eher “normale” Menschen.

Was tun? “Ich glaube, dass guter Lokaljournalismus total wichtig ist”, sagt Simon und hofft, dass Journalist_innen in Zukunft wieder mehr vor Ort anzutreffen sind und mit den Leuten reden.

20. Januar 2017
von Katrin Rönicke
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piqd019 Zur Amtseinsetzung Donald Trumps: Medien, Wahlen, Meinungsmache

Wenngleich sie schon über zwei Monate hinter uns liegt: Die Wahl in den USA bleibt in den Knochen. Die Amtseinsetzung Donald Trumps am heutigen 20. Januar ist für viele nach wie vor unfassbar und doch ist es Realität. Viele suchen weiterhin nach Antworten – Christian Fahrenbach sicherlich auch. Doch als Journalist muss er auch genau hinschauen: Welche Meldungen sind gesichert? Wie berichtet man verantwortlich über die Nachricht, dass die Wahl “von den Russen gehackt” wurde? Und wie sollte ein “Journalismus der Zukunft” aussehen, der alle Menschen erreicht und nicht nur für die Elite sendet?

31. Juli 2016
von Katrin Rönicke
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piqd000 Bio-Medien

“piqd ist ein Bio-Medium” – was soll das bedeuten? Nun: Genau wie viele Menschen heutzutage darauf achten was sie essen, denn man ist was man isst, will piqd dabei helfen, darauf zu achten, was sie lesen. Denn man ist auch, was man liest. Informationen prägen unsere Gesellschaft und sie sind heute leichter zu bekommen denn je. Doch die schiere Anzahl kann auch schnell erschlagen!

Mit seinen über 100 Expertinnen und Experten sortiert piqd die Inhalte im Netz, bewertet sie und ordnet ein, bevor jeden Tag auf jedem der knapp 20 Kanäle besonders lesenswerte Artikel, Texte, Podcasts und Videos empfohlen werden. Die Idee: Handverlesene Tipps und gleichzeitig eine Art “Stiftung Warentest” für Inhalte aus dem Netz. Trüffelschwein für Informationen, menschliche Medienfilter und dazu noch eine kompetente Bewertung und Einordnung in aktuelle Debatten.