Literatur

DEAR READER #9
Die Gründerin: Daniela Seel über das Lektorieren und Schreiben

Dear Reader #9

Die Gründerin: Daniela Seel über das Lektorieren und Schreiben

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Daniela Seel lektoriert, publiziert und schreibt auch selbst. Vor einigen Jahren hat sie deswegen einen eigenen Verlag aufgebaut. Nebenbei sitzt sie in mehreren Jurys – und liest auch noch super gerne.

Dieses Mal ist die Autorin und Verlegerin Daniela Seel bei Mascha Jacobs zu Gast. Sie hat Daniela Seel eingeladen, um mit ihr über ihren Verlag KOOKbooks, das Lektorieren, ihre eigenen Gedichte und die Jury-Arbeit zu sprechen. Seel kam überraschenderweise nicht allein und hat schon an der Gegensprechanlage gefragt, ob sie den Kinderwagen mit nach oben bringen kann. Das „Verlagskind“ ist 15 Monate alt und hellwach.

Es ist nicht zuletzt deshalb ein anderer Podcast geworden, als wir es beide vermutet hätten. Der Vater des Kindes hatte doch keine Zeit, um auf das Kind aufzupassen. Kriegen wir schon hin, denkt sich Mascha Jacobs. Umso besser, so bekommt der geneigte Zuhörer, die Zuhörerin mit, wie das ist: mit Kleinkindern zu schreiben, zu arbeiten und zu sprechen.

"Es gibt heute ganz andere Möglichkeiten, mit Kunst umzugehen. Audios, Videos, Digitales. Aber das ist jetzt nicht der Schwerpunkt unseres Verlages." – Daniela Seel

Internationaler Literaturpreis

Wir haben es schon im letzten Podcast angekündigt: am 18. Juni wird der Internationale Literaturpreis im „Haus der Kulturen der Welt“ in Berlin vergeben. In der Jury für den Preis, der einzigartig in Deutschland ist und Übersetzungen und ÜbersetzerInnen ebenso ehrt wie die AutorInnen, sitzen Menschen aus unterschiedlichen Kunstbereichen. So auch Daniela Seel.

Mit ihr spricht Mascha Jacobs über die Jury-Arbeit mit tollen KollegInnen, die Verlagsgründung, Kinder, Sprache, Musik, Rhythmus, das Übersetzen, ihre eigenen Gedichte und über ihre Lieblingsbücher.

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DEAR READER #8
„Viele von den Texten beginnen in den Büchern“

Dear Reader #8

„Viele von den Texten beginnen in den Büchern“

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Hans-Christian Dany, geboren 1966, lebt als Künstler in Hamburg und ist schon lange im Urlaub von dem, was er tun soll. Wie viele, die nicht wissen, wohin mit sich, schreibt er. Manchmal werden daraus Bücher.

Für diese Podcast-Episode hat Mascha Jacobs Hans-Christian Dany eingeladen. Die beiden kennen sich und kennen sich nicht. Sie beobacht aber seit Jahren seine Arbeit. Sie hat alle seine Bücher gelesen. Aus seinen Essay- und Recherchebüchern zitiert sie immer mal wieder in ihren eigenen Texten. Sie sagt, sie bringen Themen und Fragen, die in der Luft liegen, sehr gut auf den Punkt. Danys Texte sitzen.

"Ich lass mich oft treiben, warte bis mich irgendwas abholt und das entwickelt dann so einen eigenen Sog. Dann muss ich gar nicht mehr viel tun. Ich schreibe aber auch nicht soooo viel. Wie ein Leser, der ab und zu auch Mal schreibt. Viele von den Texten beginnen auch in den Büchern, es gibt einfach so Bücher, die an den Rändern vollgeschrieben sind …" Hans Christian Dany nimmt schon seit einiger Zeit Urlaub von dem, was er eigentlich tun sollte.

Hans-Christian Dany ist einer der besten deutschsprachigen Essayisten. Er selbst, weiß nie so recht, wie er sich nennen soll. Schreibender Künstler? Darüber, und auch über seine generelle Abneigung gegenüber Identitäten, Festlegungen und Begrenzungen hat er mit Mascha Jacobs gesprochen. Aber auch über Mode, Subkulturen, Kisten, Kinder, Kybernetik, Zeitschriften, Materialberge, Listen, Lüge, Leidenschaft, Treue, verminte Worte, Politik, randständiges Wissen, obskure Randgebiete und über das Treiben vor dem eigenen Bücherregal.

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