27. Oktober 2017
von Katrin Rönicke
Keine Kommentare

Wenn die Medien hyperventilieren

Alexander von Streit ist selbst Journalist und unter anderem Gründer der Krautreporter. Er macht mit seinem piq, “Warum Medien die AfD erfolgreicher gemacht haben – und trotzdem weiterberichtet werden muss” den Aufschlag für die Sendung. Was für Lehren sollten die Medien aus dem AfD-Aufstieg ziehen und wie kann in Zukunft vermieden werden, über jedes Stöckchen, das die Partei hinhält, zu springen?

Katharina Nocun twitterte neulich: “Man stelle sich mal vor, Asylsuchende wären genauso oft in Talkshows eingeladen worden, wie ‘besorgte Bürger'” und schlug damit in eine ähnliche Kerbe. Sie findet, dass im Wahlkampf die Themensetzung der AfD am besten funktioniert hat – dass die Anliegen ganzer Wählergruppen dafür aber gar nicht stattfanden.

Boris Rosenkranz ist Gründer der Übermedien und als solcher beobachtet er sehr kritisch, was die Kollegen so treiben. Seiner Meinung nach werden bei Taten wie dem Massenmord in Las Vegas, Amokläufen und Terroranschlägen, viel zu oft Details berichtet und weiterverbreitet, die im Zweifel Nachahmer hervorrufen könnten. Denn Aufmerksamkeit spielt bei vielen solchen Taten eine große Rolle – selbst posthum. Auch bei Suiziden würden viele Medien sich nicht an die Vorgaben halten, die Psychologen machen.

28. Juli 2017
von Katrin Rönicke
Keine Kommentare

Die neue Digitale Öffentlichkeit Folge 5: Politik im Netz – Gibt es das Faire im Falschen

Das letzte Jahr hat gezeigt: Die Plattformen werden ihrer Verantwortung nicht gerecht. Folglich ist die Politik gefragt. Aber kann die wirklich helfen? Katrin Rönicke sucht die Antwort darauf im Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten und Piqern Konstantin von Notz (B90/Grüne), Thomas … Weiterlesen

3. März 2017
von Katrin Rönicke
1 Kommentar

piqd025 Social Media: Es muss knallen

Dennoch kann auch er sich der Wucht, die Hass und Rassismus im Netz entfalten, nicht komplett entziehen und macht, im Gegensatz zu früher, neue Dynamiken aus. In Social Media finden Unwissenheit und Populismus zueinander, und erreichen ein riesiges Publikum. Und das applaudiert. Teilt. Hetzt.

Keines der Klischees über diese Leute stimmt, sagt Simon, der in der Woche ein paar Stunden für dieses “Dirty Hobby” investiert. Weder seien diese Menschen dumm, noch alle ostdeutsch – vielmehr deckten sie alle gesellschaftlichen Bereiche ab. Wutbürger und Nazis? – nö, eher “normale” Menschen.

Was tun? “Ich glaube, dass guter Lokaljournalismus total wichtig ist”, sagt Simon und hofft, dass Journalist_innen in Zukunft wieder mehr vor Ort anzutreffen sind und mit den Leuten reden.