16. Februar 2018
von Katrin Rönicke
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Wie schlimm ist das NetzDG wirklich?

In den Sozialen Medien wird Heiko Maas aus den verschiedensten politischen und gesellschaftlichen Lagern für das NetzDG kritisiert, manche nennen ihn einen „Zensurminister“, auch Regelechter Hass ist – ironischer Weise – an der Tagesordnung. Anstatt also den Hass zu reduzieren, was ja der Sinn des Gesetzes war, hat er ihn ganz massiv geschürt: Hass auf den Minister, Hass auf die Politik.

Alexander Sängerlaub macht den Aufschlag für die Sendung. Sein piq zum Thema titelt provokant: “Alle meckern gegen das NetzDG – doch der übertriebene Schaum vor dem Mund ist nicht berechtigt” Alexander fragt sich, warum jetzt alle meckern, weil: haben davor nicht auch alle gemeckert, weil die Plattformen zu langsam eingreifen?

Stefan Niggemeier ist der Autor des Textes, den Alexander gepiqt hat. Als Gründer des Bildblogs und der Übermedien betrachtet er Mediendiskurse stets kritisch und schaut genauer hin: “Ich glaube auch, dass man da den Unternehmen ein Stück auf den Leim geht. Ich finde es nur Quatsch zu glauben, das sei alles Auswirkungen des Gesetzes, und die Unternehmen zeigen so, was da alles passieren kann.”

Julia Krueger von netzpolitik.org findet am NetzDG viele Probleme: Dass es keine Widerspruchsmöglichkeiten gibt, dass die Plattformen quasi nach Gutdünken entscheiden können was sie löschen und dass die Strafverfolgung kein bisschen verbessert wird. “Es verlagert den Umgang mit Straftaten in so einen privatwirtschaftlichen Bereich.”

28. Juli 2017
von Katrin Rönicke
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Die neue Digitale Öffentlichkeit Folge 5: Politik im Netz – Gibt es das Faire im Falschen

Das letzte Jahr hat gezeigt: Die Plattformen werden ihrer Verantwortung nicht gerecht. Folglich ist die Politik gefragt. Aber kann die wirklich helfen? Katrin Rönicke sucht die Antwort darauf im Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten und Piqern Konstantin von Notz (B90/Grüne), Thomas … Weiterlesen

15. April 2017
von Katrin Rönicke
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piqd031 Organisierte Verantwortungslosigkeit im Netz beenden

Wir sprechen über die Ansage der CDU, Facebook zwingen zu wollen, gegen Fake News vorzugehen. Über BIldung im Digigtalen Zeitalter. Über die Möglichkeiten, die das Netz bietet und was die Politik tun kann und sollte, um diese zu gestalten. Als Abgeordneter einer Regierungspartei hat Jarzombek natürlich auch die Aufgabe, die Politik der Regierung positiver darzustellen, als dies vielleicht ein Abgeordneter der Opposition tun würde. Klar. Nichtsdestotrotz versuchen wir in diesem Gespräch, über die nächste Bundestagswahl hinaus zu denken.

3. Februar 2017
von Katrin Rönicke
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piqd021 Ein Wahrheitsministerium kann nicht die Lösung sein

Bei unserem Gespräch, das wir im Deutschen Bundestag aufgezeichnet haben, geht es aber auch um ganz aktuelle Themen, wie “Fake News” und die (politischen) Möglichkeiten und Grenzen, dagegen vorzugehen. Ein Wahrheitsministerium kann nicht die Lösung sein, das stellt Konstantin gleich klar – Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das es genauso wie die Persönlichkeitsrechte und alle anderen Bürgerrechte online zu verteidigen gilt. Er ist überzeugt: “Die Demokratie hat immer die Chance zur Selbstkorrektur” und fordert uns alle auf, das, was wir in den letzten Jahren gelernt haben, anzuwenden und diese Selbstkorrektur vorzunehmen.

29. September 2016
von Katrin Rönicke
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piqd005 Putins Wahlkampfhilfe für Trump in Zeiten des Digitalen Krieges

“Ist Wikileaks Putins Wahlkampfspende für Trump?” – Michael Seemann übt gern Kritik. An Julias Assange, den Kopf der Whistleblowing-Plattform Wikileaks zum Beispiel, an anderen Internettheoretikern, am Chaos Computer Club und vielen mehr. Dabei geht es nicht darum, bloß zu stänkern, sondern eine netzbasierte Zukunft aktiv und politisch mitzugestalten. Über die Jahre, so sagt er selbst, hat er dabei seine anfängliche Naivität abgelegt und was er bei piqd für Texte heraussucht und diskutiert klingt durchaus düster: “Die Geschichte von Stuxnet und dem Auftakt des digitalen Kriegs” heißt einer. Oder “Hat Russland die US-Politik gehackt?”

Die Rolle des Netzes in der politischen Einmischung kann man wohl nicht unterschätzen. Es sind solche Themen, die Michael Seemann interessieren: Was passiert, wenn Russland auf allen Servern seine Finger im Spiel hat? Solche Fragen, die im Grunde eine ganz neue Gesellschaft vor dem inneren Auge entstehen lassen: Werden Algorithmen bald berechnen können, was wir für Dienstleistungen zu zahlen bereit sind? Was macht es mit der Welt, wenn die Macht in den Händen weniger riesiger Plattformen liegt, die sich wie ein Staat verhalten? – Man merkt schon: gar nicht so leicht.