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Ein Podcast von piqd.de

28. April 2017
nach Katrin Rönicke
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piqd033 Echte Integration wäre: sich Freunde zu suchen, die anders sind

Alexandra Rojkov treibt die Frage um, wie Integration gelingen kann, wie sie wirklich aussieht. Ihre These: Echte Integration fängt dort an, wo man sich Freunde sucht, die anders sind, als man selbst. Und das haben die “Bio-Deutschen” bis 2015 kaum geschafft, weswegen Alexandra skeptisch ist, ob sie das nun schaffen. Sie ist selbst als Kontingent-Flüchtling nach Deutschland gekommen und hat festgestellt, dass die Deutschen vor allem jene Migranten als “gute Beispiele für gelungene Integration” ansehen, die sich mehr assimiliert, als integriert haben. Aber sie berichtet auch von Migranten, die keine Notwendigkeit darin sehen, Deutsch zu lernen – obwohl die Sprachbarriere zu überbrücken ein wichtiger Schritt für mehr Miteinander, anstelle von Neben- oder gar Gegeneinander wäre. Was tun? Keine einfache Frage – wir versuchen zumindest eine Annäherung. Wesentlich für das Gelingen ist Alexandras Meinung nach, dass die Beziehungen zwischen alten und neuen Deutschen auf Augenhöhe kommen.

3. März 2017
nach Katrin Rönicke
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piqd025 Social Media: Es muss knallen

Dennoch kann auch er sich der Wucht, die Hass und Rassismus im Netz entfalten, nicht komplett entziehen und macht, im Gegensatz zu früher, neue Dynamiken aus. In Social Media finden Unwissenheit und Populismus zueinander, und erreichen ein riesiges Publikum. Und das applaudiert. Teilt. Hetzt.

Keines der Klischees über diese Leute stimmt, sagt Simon, der in der Woche ein paar Stunden für dieses “Dirty Hobby” investiert. Weder seien diese Menschen dumm, noch alle ostdeutsch – vielmehr deckten sie alle gesellschaftlichen Bereiche ab. Wutbürger und Nazis? – nö, eher “normale” Menschen.

Was tun? “Ich glaube, dass guter Lokaljournalismus total wichtig ist”, sagt Simon und hofft, dass Journalist_innen in Zukunft wieder mehr vor Ort anzutreffen sind und mit den Leuten reden.

14. November 2016
nach Katrin Rönicke
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piqd010 President-Elect Donald Trump

Es ist nicht ganz einfach, zu verstehen, was passiert ist – auch Hakan Tanriverdi, Journalist der Süddeutschen, der in New York lebt, sortiert noch seine Informationen und maßt sich nicht etwa an, uns und der Welt nun alles zu erklären.

Aber er kann gut zusammenfassen, welche Mechanismen und Themen sowohl im Wahlkampf, als auch bei der Wahl selbst eine Rolle gespielt haben: Da ist zum einen die Sache mit den sogenannten “Filterblasen” – Räume im Netz und in der Gesellschaft, in denen wir nur hören und diskutieren, was wir ungefähr sowieso selbst denken. Da ist aber auch die Frage, inwieweit russische Hacker Einfluss auf die Wahl zur mächtigsten Frau oder zum mächtigsten Mann der Welt genommen haben – und was erwartet uns wohl 2017 bei der Bundestagswahl?

Hakan erklärt außerdem, was es mit dem vielgeschmähten Begriff des “Establishments” auf sich hat. Warum konnte Donald Trump Stimmungen einer von der Politik frustrierten Gruppe von Menschen besser einfangen, als die Demokraten, die doch viel mehr für Gerechtigkeit stehen müssten?

2. September 2016
nach Katrin Rönicke
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piqd003 „Islamophobie ist nicht die hässliche Schwester von Islamkritik“

Nun also die Burka – der Argwohn gegenüber den muslimischen Menschen nimmt kein Ende und eine Debatte jagt die nächste: Europa 2016. Warum das Burka-Verbot für eine islamophobe Haltung steht, erklärt der Politik- und Islamwissenschaftler Fabian Köhler in dieser Folge des piqd Podcast.

Außerdem geht es um den neuen Politikstil, den wir bei sowohl bei Donald Trump, als auch bei Thomas de Maizière beochten können: Wo erfundene Zahlen, Lügen und Unterstellungen dazu dienen sollen, Stimmung zu machen und dadurch die Einführung härterer Asylgesetze durchzuwinken.

Wie aber könnte Flüchtlingspolitik stattdessen aussehen? Fabian Köhler hat da ein paar Ideen und zeigt, dass die Realpolitik in Deutschland weit, weit weg vom “Wir schaffen das” der Kanzlerin ist.